Amsterdam

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11:54 Uhr – Amsterdam Central; pünktlich kommt unser Zug aus Enkhuizen in Amsterdam an. Nun sind wir also erheblich früher als gedacht in der Hauptstadt der Niederlande angekommen. Wir steigen aus dem Zug und merken gleich, dass wir in einer großen Stadt sind – es wimmelt von Menschen. In Holland fällt auf, dass man fast überall freies WLAN hat (außer in unseren beiden letzten Hotels) und so konnten wir auf der Fahrt hierher noch schnell nach einem Hotelzimmer für die nächsten Tage suchen. Gefunden haben wir das Hotel Allure, welches im grünsten Teil des Stadtzentrums von Amsterdam liegt. Nach etwa 20 Minuten haben wir unser Quartier gefunden; das Zimmer ist klasse und unsere Drahtesel finden im Garten eine sichere Unterkunft.
Das Wetter macht inzwischen einen wirklich guten Eindruck und wir begeben uns sogleich auf den Weg die Stadt zu erkunden. Ich bin nicht zum ersten Mal hier, aber immer wieder fasziniert. Es kommt mit vor, als wäre jeder Winkel dieser Welt irgendwo in dieser Stadt zu finden, so vielfältig ist sie. So vielfältig sind auch die Kulturen die vertreten sind. Wenn es einen multikulturellen Ort auf dieser Welt gibt, dann sicher hier. Amsterdam hat ein ganz besonderes Flair welchem ich mich nicht entziehen kann. Die Grachten über die viele kleine Brücken führen, die Backsteinhäuser mit den verschiedenen Giebeln und die teilweise wirklich engen Gassen haben etwas Gemütliches auch wenn man sich in einer Großstadt befindet. Der Stilmix auf Norderney war scheußlich anzusehen, aber hier passt alt und neu hervorragend zusammen.

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Waren wir der Meinung, dass es in Groningen schon Unmengen an “Fietsen” (Fahrräder) gegeben hat, so werden wir hier eines besseren belehrt. Auf einer Stadtrundfahrt durch die Grachten erfahren wir, dass es in Amsterdam 1,6 Mio. “Fietsen” gibt. Es kommen also auf jeden Einwohner dieser Stadt zwei, denn Amsterdam hat ca. 800.000 Einwohner. Wie viele dieses Fortbewegungsmittels schon seit etlichen Jahren auf dem selben Platz geparkt sind möchte ich nicht wissen; aber zweihunderttausend der “Fietsen “ werden jährlich durch die Stadtreinigung aus den Grachten gezogen. Anscheinend handelt es sich dabei um die hiesige Art sein “Fietsen”  würdevoll zu entsorgen. Bei uns würden von den 1,6 Millionen sicher nicht mal die Hälfte als verkehrstauglich eingestuft werden. Keine Lampe, keine Gangschaltung, lediglich eine Rücktrittbremse, keine Katzenaugen – so dürfte bei uns kein Rad auf die Straße. Die Niederländer sind trotzdem – auch in der Stadt – recht flott auf ihren “Fietsen” unterwegs und es muss einer von ihnen gewesen sein, der die Fahrradklingel erfunden hat. Manch einer bedient dieses Fahrradteil während der ganzen Fahrt.
Es gibt mehrere Möglichkeiten die Stadt zu erkunden. Wir tun dies hauptsächlich zu Fuß; aber eine Fahrt mit einem der vielen Boote durch die Grachten von Amsterdam muss schon sein und wir lernen die Stadt ein wenig aus Sicht der Hausbootbesitzer kennen.

 

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