Der Versuch die Insel zu umrunden …

Endlich ein Tag zur Erholung. Die Wettervorhersage von gestern hat uns den schönsten Tag der Woche versprochen. Gestern hatten wir noch überlegt, ob wir dann heute vielleicht ganz mutig sind und mal kurz in die Nordsee springen, aber anscheinend haben wir diesen idiotischen Plan beide über Nacht verworfen; jedenfalls hat keiner von uns beiden dies heute Morgen wieder erwähnt. Wer geht auch bei 15 ° Wassertemperatur freiwillig baden. Da reicht es doch vollkommen, wenn man mit den Füßen im Wasser war.

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Da wir außerdem schon seit mehr als zwölf Stunden nicht mehr auf dem Drahtesel gesessen haben wollen wir mal schauen, ob wir vielleicht die Insel umrunden können. Wir starten also zunächst Richtung Hafen, denn dort hatte ich gestern einen Wegweiser zum Leuchtturm gesehen. Auf dem Weg müssen wir uns aber zunächst ein paar Getränke besorgen, denn das Wasser, welches im Hotel aus dem Wasserhahn sprudelt ist auch ohne Zusatz von Magnesiumtabletten ziemlich gelb. Wir sind in Ostfriesland, vielleicht muss das hier so sein …

Der Wegweiser zum Leuchtturm ist schnell gefunden; ein paar Ecken weiter steht eine große Hinweistafel auf welcher etliche Radweg – von kurz bis lang – ausgewiesen sind. Wir entscheiden uns nicht den kurzen Weg zum Leuchtturm zu nehmen, sondern die große Inselrunde zu fahren. Der Weg über den Deich ist zunächst gut ausgebaut, später müssen wir eine ganze Weile über einen schmalen, mit Ziegelsteinen gepflasterten Weg radeln. Eine Menge Besucher der Insel sind auf die gleiche Idee gekommen und so ist unterwegs einiges los.

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Wir haben etwa die Hälfte der Strecke hinter uns, da hören wir aus der Ferne schon immer wieder leichtes Donnergrollen. Na das dauert noch, das ist noch weit weg. Denkste! Nach weiteren zwei Kilometern fängt es zunächst leicht an zu tröpfeln. Den Leuchtturm zu besteigen und die Aussicht von oben zu genießen schenken wir uns und radeln statt dessen was das Zeug hält. Laut Wegweiser sind es noch ca. 5 km bis ins Zentrum, aber die schaffen wir nicht mehr. An der nächsten Ecke biegen wir ab und schaffen es gerade noch bis zu einem überdachten Freisitz eines Imbisslokals, da öffnet der Himmel seine Schleusen. Binnen Minuten steht das Wasser zentimeterhoch auf der Straße. Wären wir da drin gewesen hätten wir doch noch ein  Bad genommen. Wir wären bis auf die Unterhose nass geworden; und das, obwohl doch unsere gestern Abend gewaschenen Radlklamotten noch nicht trocken sind. Funktionswäsche scheint – auch wenn die Werbung anderes verspricht – besonders lange zu trocken. Schietwetter, da lassen wir uns erst mal ein Fischbrötchen schmecken.

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Nach ungefähr einer Stunde hat das schlechte Wetter sich verzogen, es wird wieder hell und wir setzen unseren Weg zurück zum Hotel fort wo wir auch so gut wie trocken ankommen. Auf den Schreck machen wir zunächst ein Mittagsschläfchen bzw. schreiben am Blog. Am Nachmittag spazieren wir eine Runde durch den Ort und gönnen uns einen Eisbecher sowie einen Cappuccino.

Für unser Abendessen steht uns der Sinn heute mal nicht nach Fisch sondern nach knobihaltigen griechischen Spezialitäten. Während wir uns unser Abendessen schmecken lassen hat sich draußen der Himmel wieder blau gefärbt und es kommt tatsächlich wieder die Sonne zum Vorschein. So unternehmen wir zum Tagesabschluss noch einen langen Strandspaziergang und sehen dem Sonnenuntergang zu.

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