Gleiche Insel – neues Domizil

Heute ist Halbzeit. Naja, eigentlich sind wir schon drüber, aber heute ist der erste Teil unseres Urlaubs beendet und es beginnt der zweite, chillige Teil. Wir haben jetzt sechs Tage lang die Berge rund um Sòller auf Schusters Rappen erkundet, heute geht es noch für 5 Tage in die Hauptstadt Palma, zum Bummeln, Shoppen, Baden und Wasweißichnochalles. Wir haben diese Tage wirklich genossen, auch wenn es zum Teil sehr anstrengend war. Geholfen hat uns natürlich auch die Wahl des Ausgangsortes und nicht zuletzt das traumhafte Glück, genau dieses Hotel gefunden zu haben. Sòller ist ein zauberhaftes Städtchen in einem Tal, eingerahmt von den Bergen der Serra de Tramuntana mit dem Hafen Port de Sòller, etwa vier Kilometer entfernt, verbunden durch ein schmales Tal. Der Hafen liegt in einer malerischen Bucht die mit ihrer nordwestlichen Ausrichtung geradezu prädestiniert ist, hier die Sonnenuntergänge zu genießen. Tagsüber ist in beiden Örtchen alles geflutet mit Tagestouristen, die mit der historischen Bahn von Palma kommen, aber Abends wird es ruhiger, im Moment in der Vorsaison an manchen Tagen sogar fast heimelig.
Unser Hotel, das Ca`l Bisbe war wirklich ein Glücksgriff. Obwohl in den engen Gassen von Sòller gelegen, hört man im innen gelegenen Hof-,Pool-, Barbereich absolut nix vom lauten Treiben rundum und obwohl eine Schule mit angeschlossenem Sportplatz in direkter Nachbarschaft ist, stören nicht mal die Geräusche der Kinder von dort. Das Hotel ist ein kleiner Familienbetrieb mit nur 23 Apartments, entsprechend persönlich ist der Service zu jeder Tageszeit. Können wir nur wärmstens weiterempfehlen.

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Wir starten also am Montag nach ausgiebigem Frühstück und dem lästigen Akt des Kofferpackens zum Bahnhof der historischen Eisenbahn, der nur wenige Gehminuten entfernt liegt und sitzen kurz darauf in der nur spärlich besetzten Bahn. Vormittags ist der Hauptverkehr von Palma nach Sòller unterwegs, erst abends sind die Bahnen in Richtung Palma brechend voll, um die Tagestouristen zurück zu bringen. Zunächst quält sich die Bahn, die 1912 eingeweiht wurde und bereits 1929 vollständig elektrifiziert wurde (übrigens von der Firma Siemens) den Berg hinauf. In mehreren Schleifen geht es bergan, währenddessen man einen fantastischen Blick auf das  Tal von Sòller hat, um dann in einer Reihe von Tunneln zu verschwinden, mittels derer der Hauptkamm der Serra de Tramuntana durchquert wird. Aus dem letzten Tunnel raus erreicht man schon Bunyola, der Ort, der gestern noch Ausgangspunkt unserer Wanderung war. Ich öffne das Fenster und lasse mir bei der gemächlichen Fahrt durch endlose Oliven- und Mandelhaine die warme Sommerluft um die Nase wehen. Dann nach etwa 40 Minuten Fahrt erreichen wir die Vororte von Palma, es geht direkt auf den Straßen der Hauptstadt zum Bahnhof, wo wir den Zug verlassen und uns mit dem Taxi in unser neues “Zuhause” bringen lassen. Das Hotel “Almudaina” ist ein Vier-Sterne-Haus mitten im geschäftlichen Zentrum von Palma. Zentraler geht nicht, etwa 5 Gehminuten jeweils zur Kathedrale, zum Hafen oder zum historischen Kern der Stadt. Das Zimmer ist entsprechend der Klasse des Hauses ausgestattet, wir haben zwar kein Zimmer in der obersten Etage, aber vom Balkon unseres Zimmers sehen wir genau über die Dächer der Stadt auf Kathedrale und Hafen, abgewandt von der Hauptverkehrsstraße, so das sogar bei geöffnetem Fenster nur ein Säuseln vom Verkehr zu hören ist.

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Und so sollen die kommenden vier Tage dem Müßiggang gewidmet werden, einfach in den Tag treiben lassen und erholen, das ist angesagt!