Kurztrip in den sonnigen Süden

Eigentlich hatten wir für das lange Wochenende Ende April eine Radtour mit ein oder zwei Übernachtungen geplant. Aber, wie schon so oft, die Wetteraussichten waren bescheiden; und wir sind nun mal Schönwetterradler.
Mit einer Radtour war es also Essig; Dresden und Prag fielen auch durchs Raster, denn ein adäquates Zimmer zu finden hatten wir auch kein Glück.
Inzwischen war es schon Dienstagabend und wir wussten immer noch nicht was wir machen.

Wer häufiger im Internet unterwegs ist und dort etwas sucht, der weiß, dass einem dann nicht nur Seiten speziell zur Suche angezeigt werden, sondern alles mögliche. Dies war auch diesmal wieder der Fall. Normalerweise finde ich das immer ein bisschen nervig, aber diesmal war es ein echter Glückstreffer. Flug mit zwei Übernachtungen auf der Deutschen liebste Insel “Mallorca”. Erst waren wir ja skeptisch. Ob das was ist?
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Nachdem wir uns noch über die Flugzeiten informiert hatten und diese zu unserer Zufriedenheit ausfielen, haben wir kurzentschlossen gebucht. Mehr als schiefgehen kann es ja nicht und dann muss man es ja nicht wiederholen.

Freitag Morgen um 4.20 Uhr hat uns also ein Haribo-Flieger nach Palma befördert. Es hat geschüttet und der “freundliche” Flieger war zunächst der einzige Lichtblick.

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Der Flug war trotz der frühen Stunde und obwohl um fast die gleiche Zeit noch zwei weitere Maschinen nach Palma gestartet sind, bis auf den letzten Platz ausgebucht.
Nach einer Flugzeit von nicht ganz zwei Stunden sind wir schon auf dem Flughafen in Palma gelandet. Unser endgültiges Ziel war der Ort Santa Ponsa, ca. 20 km von Palma entfernt. Als wir das Flughafengebäude verlassen stellen wir fest, dass ein heftiger Wind weht und eine Menge Wolken am Himmel dahinrasen. Das es vor nicht allzu langer Zeit geregnet haben muss hatten wir schon beim Verlassen des Fliegers bemerkt; auf dem Rollfeld standen noch einige Pfützen. Na wenn das mal was wird; wenigstens war es nicht kalt.

So zwischen acht und halb neun sind wir dann im Hotel angekommen und – wir hatten Glück – unser Appartement war schon bezugsfertig, wir konnten gleich einziehen.  Einfach und zweckmäßig eingerichtet aber sauber. Unsere Rucksäcke abgestellt und erst mal im Café / Restaurant gleich gegenüber einen Kaffee trinken und ein Croissant zum Frühstück. Dann zur Orientierung eine kleine Runde durch den Ort und -wie in Spanien üblich- mittags erst mal Siesta machen. Am Nachmittag haben wir dann nochmal ausgiebig den Ort und die nähere Umgebung erkundet. In einem Restaurant mit einer Terrasse direkt am Meer haben wir uns unser Abendessen schmecken und den Abend dann in einer im englischen Clubstil eingerichteten Bar ausklingen lassen.

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Für den Samstag hatten wir die Erkundung von Palma auf dem Programm. Etwa alle zwanzig Minuten fährt von Santa Ponsa ein Bus Richtung Palma – perfekt.

Die Hauptsaison hat noch nicht begonnen was wir hier sehr deutlich gemerkt haben. Nirgends musste man Schlange stehen, im Café hatte man keine Mühe einen Platz zu bekommen, in den Geschäften herrschte kein Gedränge – so hatten wir uns das vorgestellt. Bei sommerlichen 24 ° Grad durch die Stadt bummeln, keine Hektik, kein drücken und schieben – pure Erholung.

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An der Markthalle in Palma, dem Mercado Del Olivar, konnten wir natürlich nicht vorbeigehen, ohne mal reingeguckt zu haben. Besonders die Fischverkaufshalle hat es mir angetan. Ich kann mich kaum sattsehen an der Menge und Vielfalt der verschiedenen Fische und Meeresfrüchte. Zum Abschluss, und weil gerade Mittagszeit ist, probiere ich dann auch noch einmal Sushi. Frischer als hier geht es wohl nicht. Da Sushi kalt gegessen wird war ich immer ein bisschen skeptisch, ob es mir schmecken würde.
Was soll ich sagen, es war köstlich animierte smilies essen futtern fressen hungern nahrung futter.

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Der nächste Tag (Sonntag) ist leider auch schon der letzte. Wir nehmen um kurz nach neun wieder den Bus nach Palma und steigen dort um in den Bus der uns nach Valldemossa bringt. Die Verbindung hatten wir uns am Tag zuvor schon ausgeguckt und es klappt problemlos. Der Zentralbahnhof in Palma hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Parkhaus und liegt unter der Erde; oberhalb wurde ein Park angelegt.

Das Bergdorf Valldemossa, ist ebenfalls nicht weit von Palma entfernt und liegt im Nordwesten der Insel, der Serra de Tramuntana. Auf dem Weg dorthin fallen uns nicht nur die Olivenbäume, sondern vor allem die unendlich vielen Mandelbäume auf. Leider ist deren Blütezeit jetzt schon vorüber; dafür muss man wohl früher im Jahr kommen.

Bekannt wurde das idyllische Dorf Valldemossa aber wohl vor allem, weil Frédéric Chopin und George Sand etwa Mitte des vorletzten Jahrhunderts einen Winter hier verbracht haben. Welche Anziehungskraft doch berühmte Menschen haben. Die Räumlichkeiten im Kloster zu besichtigen, wo die beiden gewohnt haben schenken wir uns und laufen lieber durch die kleinen Gassen.

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Am Nachmittag fahren wir zurück nach Palma und schlendern noch ein wenig durch die Stadt. Auf der Suche nach einem Restaurant merken wir, dass wir noch lange nicht alles gesehen haben; wir können also noch mal wiederkommen.

Fazit unsere Kurztrips: Ein perfektes Wochenende.