Ostfriesland – irgendwie anders …

route

Dienstag, 18. Juni 2013

Das ist sie, die Strecke, die wir heute zurückgelegt haben; 70,35 km laut GPS. Na ja, ein bisschen geschummelt ist das schon, die Fährüberfahrt von Norddeich nach Norderney, wo wir uns jetzt befinden, wurde mitgezählt. Tatsächlich waren es wohl nur 58 km. Gestartet sind wir heute Morgen in Carolinensiel, wo wir in einer netten Pension die Nacht verbracht haben. Zum fotografieren noch ein kurzer Umweg über den historischen Sielhafen – in welchem tatsächlich alte Pötte liegen – und wir sind wieder auf der Nordseeküstenroute. Laut Wetterbericht soll es ein schöner, sonniger Tag werden. Bisher hatten wir echt Glück mit dem Wetter. Bis auf den kurzen heftigen Regenguss am ersten Tag war uns Thor, der nordische Gott des Wetters und – wie kann es anders sein – der Seefahrer, bisher gut gesonnen. Mit Rückenwind kommen wir wieder flott voran und so erreichen wir schon bald Harlingersiel. Auch hier wieder der obligatorische Sielhafen und ein gemütliches Café in welchem wir an der frischen Luft einen köstlichen Cappuccino schlürfen. Der offizielle Nordseeküstenradweg verlässt die Küste hin und wieder und führt ein wenig landeinwärts durch etwas größere Orte wie z. B. Jever. Wir überlegen kurz ob wir dem ausgeschilderten Radweg folgen sollen, entscheiden uns dann aber den Weg zunächst zu verlassen und am Deich lang zu fahren; schließlich hatten wir uns das ja vorher auch so vorgestellt.

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Eigentlich fahren wir ja nicht wirklich an der Nordseeküste lang, denn, wie schon gewohnt ist vom Wasser auch heute nicht viel zu sehen. Dafür spricht heute das Wattenmeer, denn es knistert und blubbert überall. Obwohl es so tot aussieht scheint eine Menge Leben darin zu sein.

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Der Radweg auf der Seeseite des Deichs ist durchweg gut befahrbar und so radeln wir fröhlich unserer Mittagspause entgegen. Damit wir nicht zu vollgefuttert sind und das radeln am Nachmittag nicht zu schwer fällt gibt es als Imbiss stets ein Fischbrötchen. Die Auswahl ist groß: Matjes-, Bismarck-, Krabben- (mit oder ohne Remoulade), Backfischbrötchen … wer die Wahl hat, hat die Qual. Auch anderen Fisch gibt es hier in großer Auswahl – frisch oder geräuchert – ganz wie man möchte.

Aber auch exotische Dinge gibt es hier; oder wer würde außerhalb von Ostfriesland schon Pümmelwurst, Wattwürmer, Biker Beißer oder Feldjäger essen?

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Um 14:45 Uhr erreichen wir Norddeich. Von hier geht unsere Fähre nach Norderney wo wir zwei Nächte bleiben wollen. Eine Fähre steht abfahrtbereit am Kai, aber wir haben noch keine Fahrscheine und so müssen wir diese ziehen lassen und auf die nächste warten welche um ca. 15:30 Uhr fahren soll. Da wir keine Lust haben uns für eine halbe Stunde noch auf den Weg in den Ort zu machen gönnen wir uns in einem Café gleich am Hafen einen Cappuccino. Wir haben gerade bezahlt, da wird auch schon die Fähre für unsere Überfahrt bereitgestellt und wir können an Bord gehen. Ca. 50 Minuten dauert die Überfahrt, dann haben wir unser heutiges Tagesziel, die Insel Norderney erreicht.

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Ein Zimmer hatten wir übers Internet schon von Carolinensiel aus gebucht, so dass wir unser Hotel jetzt nur noch finden müssen. Eine Karte am Hafen weist uns den Weg und 20 Minuten später sind wir da. Unser Hotel befindet sich ca. 100 m vom Strand entfernt und um das traumhafte Wetter auszunutzen machen wir uns gleich auf den Weg dorthin. Bei unserem Spaziergang am Strand und über den Deich bekommen wir einen ersten Eindruck von der Insel.

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