Planungsphase

Wo möchtest du im Urlaub hinfahren?
Mhm, lass mal überlegen…Budapest!
Budapest ist super, da könnten wir mit dem Radl hinfahren!

Ja klar, machen wir!   


Das war der Anfang. Dieser unbedachte Satz: “Ja klar, machen wir!” löste sofort konkrete Planungen aus. Im Kopf war ich sofort losgeradelt und dann auch nicht mehr aufzuhalten. Von unserer Heimstatt Regensburg bis Budapest (und noch viel weiter) fließt ein kleines beschauliches Flüsschen, die Donau, da bietet es sich doch förmlich an dort entlang zu radeln.
Dieses kurze Gespräch, irgendwann bei eisigen Temperaturen im Winter im kuscheligen Wohnzimmer auf der Couch geführt, löste also intensives Nachdenken über das “Wie” und das “Wann” aus, verbunden mit jeweils intensiven Planungen. Das “Wann” war ziemlich bald geklärt, nur das “Wie” sollte uns eine ganze Weile beschäftigen. Eigentlich sollte man denken, es wäre ganz einfach, rauf aufs Radl, runtergestrampelt, die geplanten 5 Tage Urlaub drangehängt und ab mit dem Zug wieder nach Hause. Aber genau bei diesem letzten Punkt liegt der Hase im Pfeffer begraben… Man kann von Budapest wunderbar bis Regensburg mit dem Zug fahren, wenn man denn kein Fahrrad dabei hat! Die deutsche Bahn hat kein Interesse mehr, Radler zu befördern, maximal noch im Nahverkehr und da wird das Problem meist durch Privatbahnen erledigt. Von Budapest nach Regensburg führt der Weg (wenn man nicht 5 – 6 mal umsteigen möchte) über Prag! Das bedeutet 12 Stunden Fahrt, wenn da der Erholungseffekt mal nicht gleich wieder beim Teufel ist… Trotz vieler anderer Planspiele, mit Fahrräder schicken oder den Weg andersrum zu fahren, es war keine praktikable Option dabei, wird die Sache nun so in Angriff genommen. Ein Hotel in Budapest war in Null-Komma-Nix gefunden, dank Internet ja kein Problem mehr. Die Rückfahrt zu buchen war schon schwieriger, Auslandsreservierungen (Platz und Fahrrad) lässt das Internet-Portal der Bahn wohl nicht so ohne weiteres zu und die Strecke Prag-Regensburg wird von einem der erwähnten Privatanbieter bedient, aber die freundliche Dame am Schalter hat es dann doch hinbekommen. Mehr sollte nicht geplant werden, Abfahrt in Regensburg, mit der Bahn bis Passau (da dieses Stück des Weges hinreichend bekannt und daher nicht allzu reizvoll ist) und ab da ins Blaue! Jeden Tag, so lang die Lust und der Hintern mitspielt. Wenn uns die Lust mal ganz verlassen hat, bleibt ja immer die Option ein Stück des Weges mit Bahn oder Schiff zu fahren, immer in den Tag hinein auf`s Geradewohl!

Hoffentlich geht es bald los!!!