Texel

Nach einer ca. 20 minütigen Fährfahrt kommen wir auf der Insel Texel an. Ein Hinweisschild sagt uns, dass wir noch 12,3 km radeln müssen, dann haben wir unser heutiges Ziel erreicht. Na die paar Kilometer schaffen wir auch noch. Irgendwie erinnert mich die Fahrt nach De Koog dann an einen unserer Urlaubstage im letzten Jahr. Der Wind kam die meiste Zeit wieder von vorn und die “paar” Kilometer waren wieder endlos. Außerdem ging der Radlweg – bis auf das letzte Stück – immer entlang der Straße. Nicht prikelnd, aber zu gucken, gab es auch was. Auf der linken Straßenseite wies ein Schild zunächst darauf hin, dass man dort Lammetjes knuffelen kann (wir nehmen an, dass es sich um eine Art Streichelzoo handelt);

 

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Ein Stück weiter zu unserer Rechten sehen wir dann die fetteste Sau die wir je gesehen haben. Sie muss so verfressen gewesen sein, dass für niemanden sonst etwas übrig blieb, denn es waren weit und breit keine weiteren ihrer Artgenossen zu sehen. Wenigstens wissen wir jetzt, wo die Riesenschnitzel herkommen.

Endlich in De Koog angekommen haben wir unser Hotel schnell gefunden, beziehen unser Zimmer und dann gehen wir erst mal ein Bier trinken. Praktischerweise liegt eine ansprechende Kneipe direkt gegenüber. Irgendwann kriegen wir dann doch Hunger, laufen mal die Dorpstraat entlang und kehren bei einem Italiener ein. Es ist Wochenende und der Laden ist ziemlich voll, aber ein Plätzchen gibt es für uns doch noch. Weiter passierte dann jedoch nix mehr. Nachdem wir schon etwa zwanzig Minuten dort gesessen hatten, war der Tisch vom benutzten Geschirr unserer Vorgänger immer noch nicht gefreit und eine Speisekarte oder ähnliches gab es in dem Laden anscheinend auch nicht. Mein Gegenüber hatte eine gute Sicht auf die Theke und meinte, dass sich dort das Geschirr und leere Gläser zu Hauf stapelten. War da jetzt die Spülmaschine ausgefallen oder war das einfach nur das übliche Chaos. Dann steuerte eine Bedienung in unsere Richtung, ignorierte jedoch unseren Tisch und machte sich erst mal an den nächsten Tisch (auf dem ebenfalls noch dreckiges Geschirr stand, jedoch noch niemand wieder Platz genommen hatte) zu schaffen. Die Bedienung hatte schon zwei Gläser in der Hand,da fragt jemand von einem der andere Tische was, sie stellt alles wieder zurück und wendet sich dem anderen Tisch zu. Das war uns dann doch zu blöd und wir haben uns kurz entschlossen ein anderes Lokal gesucht. Dort gab es für uns leckere Lammgerichte und auch der Service hat geklappt. Wie die das bei dem Italiener zur Hauptsaison machen wollen, ist mir ein Rätsel.

 

Als wir gestern Morgen aufgewacht sind, war das Wetter leider genauso bescheiden wie am Vortag. Morgens gab es erst mal wieder eine kräftigen Regenguss; na hoffentlich wird das im Laufe des Tages noch besser. Wir machen also zunächst einen Spaziergang am Strand und hoffen, dass es besser wird. Eigentlich wollten wir ja mit dem Rad (mal ohne Gepäck) ein bißchen die anderen Orte auf der Insel abklappern, aber daraus wird erst mal nix. Die Wolken ziehen schnell, bringen aber leider immer mal wieder neue Regenschauer mit sich. Na mit dem radeln wird das heute nix, also nehmen wir den Bus nach Den Burgh und schauen uns dort ein wenig um. Am späten Nachmittag machen wir dann noch einen weiteren kleinen Spaziergang am Strand. Vielleicht haben wir ja morgen mehr Glück mit dem Wetter.

 

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